Häufig gestellte Fragen - FAQ

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Sehr viele... In der Praxis sind die Großen Arkanen, die sich aus den Geburtsdaten eines Menschen ergeben, wohl das ergiebigste Feld. Hier die beiden offensichtlichsten Bezüge:

1. Die Lebenskarte

Die Lebenskarte sagt uns, welche Eigenschaften ein Mensch in seine Inkarnation mitbringt und wie er diese entwickeln kann, um seine Wachstumsaufgaben zu lösen. Wenn Sie sich von München aus nach New York auf die Reise begeben und während Ihrer Umwege, Abwege und Irrwege immer wieder auf einen Wegweiser stoßen, auf welchem sich ein Pfeil mit dem Hinweis »New York« befindet, dann wäre dieser Pfeil eine Analogie zur Lebenskarte, die uns die Richtung weisen will, wie wir mit unseren persönlichen Mitteln ans Ziel gelangen können und mit welchen Herausforderungen wir dabei zu rechnen haben. Die Lebenskarte versinnbildlicht den Ruf unserer Seele und gibt uns eine Orientierung, wie wir diesem folgen können.
Sie errechnen die Lebenskarte durch das Bilden der Quersumme des Geburtsdatums. Die erhaltene Quersumme reduzieren Sie so lange immer weiter herunter, bis Sie eine einstellige Ziffer erhalten. Diese errechnete Ziffer entspricht dem Großen Arkanum mit der gleichen Nummerierung und ist Ihre einstellige Lebenskarte. Wichtig: Beenden Sie das Errechnen der Quersumme nicht bereits im Bereich der zweistelligen Großen Arkanen, sondern bilden Sie so lange immer wieder die Quersumme, bis Sie bei einer einstelligen Ziffer angelangt sind.
Jeder Mensch hat im Großen Arkanum des Tarot zusätzlich eine zweistellige Lebenskarte, die man als Wesenskarte bezeichnet. Die einstellige Lebenskarte ist von Natur aus für unser Tagesbewusstsein erheblich leichter zu erfassen als die zugehörige zweistellige. Diese steht für unsere eher unbewusste Lernaufgabe. Die Energien der beiden Karten stehen miteinander in enger Beziehung und ergänzen sich gegenseitig.
Die einfachste Methode, um aus einem einstelligen Großen Arkanum sofort das entsprechende zweistellige abzuleiten, ist, zur einstelligen Zahl die 9 hinzu zu addieren. Diese Methode klappt deswegen absolut sicher, weil in unserem Zahlensystem mit der 9 die einstelligen Ziffern enden.

2. Die Jahreskarte

Die Jahreskarte (abermals einstellig und zweistellig) drückt unsere Lernaufgabe während eines laufenden Lebensjahres aus und auch, mit welchen Mitteln wir diese Aufgabe lösen können. Sie beginnt am Tag unseres alljährlichen Geburtstages und wechselt am folgenden Geburtstag zur nächsthöheren Jahreskarte. Viele unterschiedliche Begebenheiten unseres Lebens, deren gemeinsamen Nenner wir nicht so ohne weiteres erkennen konnten, sind durch die Kenntnis der momentan laufenden Jahreskarte weit besser nachvollziehbar. Die Jahreskarte erhalten Sie durch Errechnen der Quersumme von Tag und Monat der Geburt plus das laufende Jahr – ab Geburtstag. Bis zum Geburtstag gilt noch das vorhergehende Kalenderjahr. Astrologisch formuliert: Der Geburtstag eines Menschen entspricht seiner Sonne/Sonne Konjunktion und die Jahreskarte somit seinem Solarhoroskop.

Sie können sich unter dem Menüpunkt "Errechenbare Karten" Ihre Wesens- und Jahreskarten berechnen lassen!




Grundsätzlich ist es gleichgültig, mit welcher Hand die Karten gezogen werden, weil unser Unbewusstes immer Wege findet, um sich bemerkbar zu machen. Bewusst praktiziert jedoch ist das Kartenziehen ein Ritual und jedes Ritual gewinnt zunehmend an Stärke, wenn man es unter analogen Gesichtspunkten vollzieht. Beispielsweise, indem man es stets auf die gleiche Art und Weise durchführt, im Falle des Kartenziehens also immer die gleiche Hand zum Ziehen nimmt. Links ist die Körperseite, auf der unser physisches Herz schlägt – auch bei Linkshändern. Deshalb empfehle ich persönlich die linke Hand zum Ziehen.


Als Gegenpol zu aufrecht liegenden Karten. Ich halte das aber für überflüssig. In den verschiedenen Variationen der 78 Karten sind unendlich viele Möglichkeiten abgedeckt, die nicht zusätzlich noch weitere unendlich viele Möglichkeiten benötigen. Beispiel: Die Karte Sieg hat ihren Gegenpol in der Karte Niederlage – wenn ich die Karte Niederlage benötige, werde ich sie nicht als auf dem Kopf stehenden Sieg ziehen. Auf dem Kopf stehende Karten drehe ich um und deute sie, wie sie eben zu deuten sind.


Karten auf Zukunftspositionen zeigen Tendenzen an, die eintreten werden, wenn die Angelegenheit weiterhin den Verlauf nimmt, den sie beim Zeitpunkt der Orakelbefragung eingeschlagen hat. Sinn des Kartenlegens ist es, aufgrund des freien Willens schöpferischen Einfluss auf den angezeigten zukünftigen Verlauf zu nehmen, wenn dies für nötig erachtet wird.


Bis zu einem gewissen Grad ja. Ähnlich wie beim Autofahren oder bei sportlichen Disziplinen sind die individuellen Talente von Beginn an jedoch unterschiedlich verteilt. Entsprechendes Training wird mangelndes Talent bis zu einer bestimmten Grenze ausgleichen. Doch wird es immer Menschen geben, welche die entsprechend günstigeren Voraussetzungen haben als andere, und deshalb tiefer und effektiver deuten können.


Gute und seriöse Lehrer haben primär die Unabhängigkeit ihrer Schüler im Sinn. Der Grund hierfür ist, dass sie durch die Lehrtätigkeit nicht ihren Selbstwert erhöhen wollen, sondern ihren Beruf aus Bestimmung heraus ausüben. Somit bringt die Ausbildung bei einem kompetenten Lehrer erneut eine Anzahl von Lehrern hervor, die im Sinne des Ganzen den erlernten Stoff erweitern und dem Zeitgeist anpassen werden. Für jemanden, der ein Tarot Seminar besuchen möchte, heißt dies ganz konkret, dass er/ sie sich letztlich auf den gesunden Menschenverstand verlassen sollte. Wie bei Ausbildungen zu anderen Themenbereichen halt auch ...

Nein! Wichtigste Voraussetzung ist die Neutralität des Übersetzers. Das tödlichste Gift bei der Orakeldeutung ist das Vermischen der eigenen Themen mit den Anliegen des Klienten.



Natürlich, und zwar aus genau dem Grund, der eine Frage weiter oben angerissen wird. Wie jede Energieform ist auch der Tarot an sich völlig neutral. Es liegt ausschließlich am Anwender, ob die entsprechende Energie destruktiv oder konstruktiv angewandt wird.


Ja, sogar sehr schnell, wenn man die ausgelegten Bilder als determiniert und unabänderlich einschätzt. Ähnlich wie ein Kranker, der glaubt, der Arzt könne ihn heilen, ohne dass er eigenverantwortlich zu seiner Gesundheit beiträgt, nicht wirklich gesunden kann, kann und soll auch der Tarot nicht unsere Zukunft voraussagen mit dem Ziel, dass wir unsere Eigenverantwortung abgeben. Wer mit dieser Einstellung an den Tarot oder andere esoterische Disziplinen herangeht, wird sehr schnell in Abhängigkeit geraten. Natürlich machen sich jede Menge selbst ernannter Gurus, Heiler, Medien usw. diese Schwäche zunutze und locken mit verführerischen Versprechungen ihre Klienten an, die dann bestenfalls ihr Geld loswerden.


Zu Übungszwecken kann man sich die Karten so oft legen, wie man will. Doch sollte man sich genau darüber klar sein, welche Ziele man mit der Kartenbefragung erreichen will und immer achtsam seine wahren Motive im Auge behalten. Wer die Karten beispielsweise stets von Neuem fragt, wann denn nun der verlorene Lover zurückkommen wird, benützt seine Karten dazu, den realistischen Tatsachen nicht wirklich ins Auge sehen zu müssen.


Das nicht, aber der Sinn der Aussage bleibt stets der selbe, solange wir mit einem bestimmten Thema beschäftigt sind. Dies gilt wiederum unter der Voraussetzung, dass unsere Motive der Kartenbefragung mit Eigenverantwortung zu tun haben und nicht, weil wir uns vor Entscheidungen drücken wollen.


Zu allen Heilmethoden, die davon ausgehen, dass Krankheit die (Aus)Wirkung von selbst gesetzten Ursachen ist und uns nicht vom Zufall geschickt wird. Ziel jeder Heilmethode ist das Wiederherstellen eines Gleichgewichts, das zur Heilung führt (oder Beseitigung des Ungleichgewichts). Tarot hilft uns bei der Bewusstwerdung, um die hintergründigen, meist feinstofflichen und unbewussten Ursachen unserer Lebensumstände herauszufinden. Der Tarot kann uns also sehr hilfreiche Dienste dabei leisten, entsprechende Änderungen unserer Ursachen durchzuführen.


Wenn man zur Wurzel der einzelnen esoterischen Disziplinen vorstößt, stellt man fest, dass diese im Grunde alle das gleiche Ziel verfolgen und sich letztlich keineswegs widersprechen. Deshalb lässt sich der Tarot mit allen anderen seriösen spirituellen Ansätzen wunderbar ergänzen.


Bevor der Orden des Golden Dawn aus Gründen der astrologischen Zuordnung Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts die Positionen der Karten Gerechtigkeit und Kraft vertauschte, waren diese schon immer so angeordnet, dass sich die Kraft (Lust) auf XI und Gerechtigkeit (Ausgleichung) auf VIII befand. Edward Waite in seinem Rider Tarot folgte der Vorgabe des Golden Dawn, man munkelt, recht widerwillig. Crowley stellte die alte Reihenfolge in seinem Tarot 35 Jahre später wieder so her, wie sie ursprünglich Jahrhunderte lang gewesen war. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass diese alte Anordnung auch die stimmigere ist. Man stelle sich vor, der Mensch auf seinem Entwicklungsweg lebt die Kräfte seines inneren Tieres (XI) ungezügelt aus, bevor er Gedankenkontrolle und Verantwortung (VIII) erlernt hat, welches die grundsätzlichen Themen der beiden Karten sind.


Im Grunde ja, doch sollte man sich über das Motiv der Befragung genau im klaren sein. Die Karten werden gerne Auskunft darüber geben, wie unser Bezug zu abwesenden Personen aussieht, wie wir mehr Verständnis für uns selbst und andere entwickeln können und welche Hintergründe der entsprechenden Begegnung es zu „erlösen“ gibt. Weil unser eigenes Motiv und zudem noch viele andere, teils unbewusste Faktoren, immer zwangsläufig mit in die Auslage hereinschwingen, sind in solchen Auslagen oft sehr wichtige Botschaften zu finden. Zu beachten ist, dass unsere Deutung durch den Grad der Verbindung mit dem befragten Menschen meistens nicht völlig neutral sein kann.
Fragen nur aus der Neugier und dem Ego heraus empfehle ich deshalb nicht, weil wir dadurch sehr schnell in die niederen Bereiche der Magie geraten. (Warum nicht gleich beim verstorbenen Onkel Fritz per Seance nachfragen, ob der Ex jetzt schon ne Neue hat...) In vielen Fällen ist es sicherlich empfehlenswerter, mit dem betreffenden Menschen direkt Kontakt aufzunehmen und unsere eventuellen Ängste nicht per Tarot zu umgehen.


Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits gilt: Je konkreter die Frage, umso konkreter wird die Antwort ausfallen. Alleine durch das Suchen nach einer möglichst genauen Fragestellung kann uns so manches Licht aufgehen.
Die andere Möglichkeit ist, den Karten zu erzählen, wie wir uns gerade fühlen, also eine Antwort auf die hypothetische Frage „wie geht`s Dir?“ zu formulieren und dann den Tarot um weitere Klärung zu bitten. In diesem Fall wird unser Unbewusstes via Kartenbild jene Botschaften senden, die für uns gerade am sinnvollsten sind und zur Lösung anstehen.


Ja. die errechnete Quintessenz kann nochmals höchst interessante Rückschlüsse eröffnen. Ich zähle den Zahlenwert der jeweiligen Karte, gleichgültig ob Großes oder kleines Arkanum. Der Narr behält als einzige Karte den Zahlenwert 0, jede Hofkarte zähle ich als 1.


Oh ja! Genau deshalb darf bei der Übersetzung unserer Bilder niemals die Angst das treibende Motiv sein. Unser Unbewusstes, welches die benötigten Karten heraussucht, will entdeckt werden und unsere Kraft verstärken, keinesfalls das Gegenteil. Eventuelle BeraterInnen sollte man unter genau dieser Prämisse auswählen.

 

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